Afrika zeigt Flagge

Mohamed Imed Torjemane
Konsul Mohamed Imed Torjemane

Konsul von Tunesien feiert Einstand auf dem tradionellen Afrika-Empfang

18 afrikanische Konsulate in Hamburg luden am 08. Juni 2010 zum 17. Mal unter dem Motto "Afrika zeigt Flagge" zum Empfang im Großen Festsaal des Hotels Grand Elysée ein. Mohamed Imed Torjemane feierte seinen Einstand als Konsul von Tunesien.

Von 1993 bis 1998 weilte Mohamed Imed Torjemane als Vizekonsul in Hamburg. Auf dem traditionellen Afrika-Empfang am 8. Juni im Grand Hotel Elysée feierte der leidenschaftliche Spaziergänger nun seinen Einstand als Konsul von Tunesien. In seiner Ansprache betonte er Hamburgs Bedeutung für Afrika als Handelsplatz. Die Liberalisierung des afrikanischen Marktes habe die Entwicklung in vielen Staaten auf dem Schwarzen Kontinent voran gebracht, auch wenn noch viele Probleme gäbe. Zudem lobte der Diplomat den kürzlich zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler für sein besonderes Engagement für Afrika und beklagte, dass sich die Presse nicht für afrikanische Erfolgsstories interessiere. In der Tat gibt es über sein Heimatland als sicherer und attraktives Reiseland viel Positives zu berichten, denkt man an die für hervorragenden Bedingungen für ausländische Investoren, aber auch enormen Investitionen in Bildung und Ausbildung oder einen Sozialfond für Hochschulabsolventen. Bemerkenswert sind auch besondere Berufsförderungsprogramme für Frauen, deren Position auch im Vergleich zu den anderen arabischen Staaten durch das Recht auf Scheidung vor Gericht und nicht gemäß der Scharia gestärkt ist. Zu erwähnen wäre auch Tunesiens Energie- und Umweltpolitik, die sich sehr für die Nutzung erneuerbarer Energien engagiert.

Als zweiter Redner des afrikanischen Abends lobte Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) die Entwicklung der Menschenrechte und den wirtschaftlichen Aufschwung auf dem schwarzen Kontinent. Natürlich erhoffe man sich von der Fußballweltmeisterschaft. In Südafrika weitere positive Impulse und verwies die Gäste nicht ohne Stolz darauf, dass einige Firmen aus Hamburg und seiner Metropolregion die WM-Gastgeber in Sachen Fanfest-Organisation, Flaggen- und Ticketverkauf beraten hat sowie mehrere Stadion, so auch das Moses Mabdida Stadion in Durban, in dem die Deutsche Elf ihr erstes WM-Spiel gegen Australien absolviert. Aber nicht nur mit Südafrika konnte Hamburg seine Beziehungen ausbauen. Im Juli wird die tansanische Hafenmetroplole Dar es Salaam offiziell Hamburgs erste afrikanische Partnerstadt. Zu verdanken habe die Hansestadt dies insbesondere dem im vergangenen Jahr verstorbenen Honorarkonsul von Tansania, Jürgen Gotthardt, der jahrelang unermüdlich den Austausch zwischen den beiden Städten in vielen Bereichen wie Gesundheit, Kirchen, Schüleraustausch, Feuerwehr u.v.m. vorangetrieben hat.

Somit darf sich Hamburg einen Sommer voller afrikanischer Lebensfreude, denn nicht nur die über 50 Vereine, die die Kooperation zwischen Hamburg und Dar El Salaam tatkräftig unterstützt haben, werden die Unterzeichnung des Partnerstadt-Vertrages feiern. Auf den zahlreichen Fan-Festen werden die vielen in Hamburg lebenden Afrikaner für Stimmung sorgen.

Unter den 350 Gästen der 18 diplomatischen Vertretungen, die unter dem Motto "Afrika zeigt Flagge" geladen hatten, waren Bürgerschaftspräsident Dr. Lutz Mohaupt, Gero Winkler (Handelskammer Hamburg, Geschäftsbereich International), Eimsbüttels neuer Bezirksamtsleiter Dr. Thorsten Sevecke, Dr. Mohammed Khalifa, Mitglied des Integrationsbeirat des Hamburger Senats, und Marie-Christine Kließ, Präsidentin des Vereins Hambourg Accueil e.V.. Von der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft waren Renate und Detlef Mai aus Schleswig-Holstein und Horst Gruhlich (HH) vertreten.

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