Einweihung des Symbols der Freiheitsrevolution in Djerba-Midoun, mit Mitgliedern der Deutsch-Tunesischen-Gesellschaft. (DTG)

Vor dem Symbol der Freiheitsrevolution von links nach rechts: Werner Böckle, Sonja Heller und Generalsekretär Fethi Hadj Youssef

Anlässlich der Einweihung des Denkmals inmitten eines belebten Kreisverkehrs am Rande der Stadt Midoun in Richtung Houmt Souk auf der Ferieninsel Djerba hatte der Generalsekretär der Stadt Fethi Hadj Youssef auch die Mitglieder der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft Werner Böckle (Sektionsleiter Baden Württemberg) sowie Ernst und Sonja Heller eingeladen.

Um die friedliche Absicht der Revolution zu unterstreichen steht auf einer Weltkugel die Friedenstaube. Mit großem Stolz berichtete Generalsekretär Hadj Youssef, auch von der Revolution auf Djerba in Midoun. Midoun ist die zweitgrößte Stadt der Insel Djerba nach der Hauptstadt Houmt Souk, die in Herrenberg 2010 aufgrund einer Anfrage für eine Städtepartnerschaft bekannt wurde.

In Tunesien ist der eigentliche Bürgermeister der Stadt ehrenamtlich tätig, so dass der Generalsekretär oberster Verwaltungsbeamter der Stadt ist. Midoun mit seinen ca. 50000 Einwohnern setzt zum großen Teil auf Tourismus. Über 80 der ca. 130 Hotels auf der Insel stehen auf der Gemarkung Midoun.

Beim anschließenden Gespräch wurde eingehend die momentane Situation erörtert. Die Verwaltung arbeitet trotz einer Situation des Übergangs bis zu den jetzt anstehenden Wahlen im Oktober kontinuierlich an einer Modernisierung und Verschönerung der Stadt. Werner Böckle, der sich seit Jahren einsetzt, um das Müllproblem der Region in den Griff zu bekommen, sieht große Fortschritte.

Klar wurde jedoch auch, dass es nicht ausreicht, weitere Müllbehälter aufzustellen und das Personal aufzustocken. Langfristig ist es unabdingbar, das Problem des Umweltschutzes mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Dieses Bewusstsein, so der Generalsekretär, war natürlich aufgrund der Ereignisse in 2011 etwas in den Hintergrund gerückt. Neue Ideen wie eine Aktion an den Schulen oder eine „Aktion saubere Stadt“ nach deutschem Vorbild unter Mitwirkung der DTG wurden ebenso aufgegriffen wie eine Intensivierung der bisherigen Maßnahmen.Weitere Treffen und Gespräche sind geplant.  

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