Digitale Bilderpräsentation vom 1.11 bis 30.11. 2019 im Rathaus Gießen (Berliner Platz 1, 35390 Gießen)

Im Rahmen eines Fotografieprojekts der EU Delegation Tunis fand im Mai 2015 eine Exkursion von 27 Fotografinnen und Fotografen aus Europa und dem Maghreb statt. Sie wurden eingeladen, um ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf die Stadt Kairouan, eine heilige und tausendjährige Stadt, in Form von Fotografien auszudrücken. Sie ließen sich von der noch erhaltenen Atmosphäre inspirieren. Es entstanden vielfältige Bilder, die verschiedene Blickwinkel und Erlebnisse aus der Stadt zeigen.

Am 1. November sowie am 17. November im Rahmen des Blind Walks werden zusätzlich zur digitalen Ausstellung „Dialog durch Begegnung“ taktile (fühlbare) Exponate bereitgestellt. Auf diese Weise wird der inklusive Charakter der Ausstellung deutlich und die Besonderheit Kairouans mit unterschiedlichen Sinnen für alle Menschen erlebbar.

Vernissage: Donnerstag, dem 1. November um 19:00 Uhr im Konzertsaal des Rathauses

Im Rahmen der digitalen Ausstellung entstand ein vielfältiges Begleitprogramm:

Kalligraphie-Workshop am Samstag, 10. November, 10 Uhr.

Als künstlerische und sprachliche Komponente bietet der Kalligraph Adel Ibrahim Sudany eine Reise in die arabische Ornamentik mit Tusche, Bambusschreibgerät und Papier. Arabischkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Einführung in die Kunst der Kalligraphie umfasst den Umgang mit dem Schreibwerkzeug sowie das Schreiben des arabischen Alphabets.

Blind-Walk am Samstag, 17. November, 11 Uhr, Treffpunkt vor dem Gießener Rathaus

Der Blind Walk ist eine inklusive Erlebnistour, geführt von blinden und sehbehinderten Menschen, die ihre Erfahrungswelt teilen. Die Idee des Blind Walks ist ein Stadterlebnis ohne zu sehen. Allein durch das hören, fühlen oder riechen erleben die Teilnehmenden eine neue Seite der bekannten Umgebung und versetzen sich in die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen. Die Herausforderung besteht darin, dass man sich in eine Welt begibt, in der man sich selbst und seine Wahrnehmung neu einordnen muss.

Filmvorführung „Die Tunis-Reise“ und Gespräch mit Meriam Bousselmi, Sonntag, 18. November, 12 Uhr, Kino Traumstern in Lich

Der Film „Die Tunis-Reise“ von Bruno Moll begleitet den tunesischen Filmemacher und Maler Nacer Khemir auf den Spuren von Paul Klee, der Tunesien 1914 bereiste. Die Reise verbindet zwei Künstler in unterschiedlichen Zeiten und thematisiert Tunesiens Orte, Formen, Farben und Licht. Seit der sogenannten Revolution 2011 in Tunesien hat sich viel in dem Land verändert – auch für Künstlerinnen und Künstler. Das anschließende Gespräch mit Meriam Bousselmi gewährt Einblicke in das aktuelle Kunstschaffen des post-revolutionären Tunesiens. Meriam Bousselmi ist Autorin, Dramaturgin und Regisseurin, darüber hinaus absolvierte sie ein Studium der Rechtswissenschaft. Sie lebt und arbeitet in Tunis und Berlin.

Lesung mit Kaouther Tabai, Donnerstag, 29. November, 16 Uhr, Stadtbibliothek Gießen

Es spricht viel Erfahrung aus den einfühlsamen und facettenreichen Erzählungen von Kaouther Tabai über das Leben der Menschen, insbesondere der Frauen, in Tunesien:

Die Autorin wurde 1964 in Tunis geboren und kam 1983 nach München um an der dortigen Technischen Universität Informatik zu studieren. In zahlreichen Kurzgeschichten hat sie bereits die Konflikte der arabischen Welt, die Folgen der Globalisierung, die sozialen und politischen Probleme und den arabischen Frühling thematisiert.

Den Programm-Flyer und Hinweise zum gesamten Begleitprogramm der Veranstaltungsreihe "Dialog durch Begegnung - Impressionen aus Kairouan" finden Sie  →hier  Programm

Zurück zu den Beiträgen