Tunesische Studenten mit dem Vizepräsidenten und Geschäftsführer der DTG (6.v.re)

Nach einer Vorstandssitzung am 26. März 2020 wurde ein Spendenaufruf zu Gunsten tunesischer Studierenden ins Leben gerufen. Unser Ziel war es, 25 bis maximal 50 tunesische Studierende, die in Deutschland leben und aufgrund der Corona-Krise ihren Nebenjob verloren hatten, zu unterstützen. Parallel dazu begann die Suche nach Härtefällen, die schnellstmöglich Hilfe benötigten. Nach 15 Tagen waren 450 Hilfeanträge von Studierenden eingegangen. An Spenden waren zu diesem Zeitpunkt aber nur 1.750 € Spenden eingegangen.

Wie kann die DTG die geweckten Erwartungen erfüllen? Wie und wo kann die DTG Spender und Spenderin regenerieren? In mehreren Telefonkonferenzen mit seiner Exzellenz, Herr Ahmed Chafra, Botschafter Tunesiens in Berlin und dem Präsidenten der DTG, Herr Raouf Khammassi, hat der Vorstand entschieden, die Aktion trotz der kniffligen Situation fortzuführen.

Wie sich herausstellte, war die Entscheidung richtig. Mitte April überwies ein großzügiger Spender 5.000 €, eine Woche später eine großzügige Spenderin 10.000 €. Ebenfalls haben sich mehrere Spender sowie der Vorstand mit einer achtbaren Summe an dieser Aktion beteiligt.

Herr Raouf Khammassi und der Vorstand der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft e.V. bedanken sich herzlich ohne Ausnahme bei allen Spendern für die großartige Unterstützung und die Bereitschaft, zu helfen. Die Höhe der Summe spielt keine Rolle, allein die Bereitschaft zu geben, verdient hohen Respekt.

Deshalb allen ein herzliches Dankeschön!!!

Bis Montag, den 18. Mai 2020, konnte die Gesellschaft 136 Studierende mit 20.400 € unterstützen. Unser Ziel ist es, 150 Fälle anzunehmen. Sicherlich hätten wir sehr gerne alle 650 eingereichten Anträge positiv befürwortet. Allerdings sind unsere Mittel begrenzt. Deshalb bitten wir um Entschuldigung und Verständnis bei den Studierenden, denen wir nicht helfen konnten.

Es ist sehr befriedigend und macht einfach sehr glücklich E-Mails zu lesen, in denen die Studierenden sich für die Hilfe bedanken, auch von Studierenden, die keine Hilfe benötigten oder eine Unterstützung erhalten haben.

Ein Beispiel: „Sehr geehrte Damen und Herren, Ich möchte mich herzlich bedanken für die großzügige finanzielle Unterstützung und die grenzenlose Hilfsbereitschaft. Diese Zeit ist eine der schwersten meines Lebens und ohne die Hilfe von Ihnen allen wäre es sicherlich noch um ein vielfaches schwieriger gewesen. Ich bin echt grenzenlos dankbar. DANKE DANKE DANKE! MERCI BEAUCOUP! Mit freundlichen Grüßen Cyrine“

Mein Dank geht auch an Herrn Nour Allah Nsir, der persönlich Kontakt mit den Studierenden aufgenommen hat, um die Situation zu erkunden. Ich wünsche allen eine gute Zeit, vor allem Gesundheit und trotz Krise, Glückseligkeit.

Ezzedine Zerria
Vizepräsident und Geschäftsführer

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